Paneuropa Radweg

Im Sommer 2010 hieß es für zwei Jugendliche, bitte einmal Paneuropa in 18 Tagen. Die Planung war mager, die Motivation hoch. Kennengelernt im Internet, traf man sich im Juli am Eifelturm in Paris. Reise-Erfahrung brachten beide nur bedingt mit. Lange Strecken sind sie allein schon oft gefahren, aber zusammen – ein Wagnis das sich rentieren sollte. Ausgestattet mit Reiserädern, Kocher und 2-Mann-Zelt folgt nun die Reise in das Ungewisse.

Informationern zum Radweg

Hier könnt ihr euch die GPS Aufzeichnung der gefahrenen Strecke ansehen und auch downloaden.

Hinweis: Die Daten können heruntergeladen, verwendet und auch wieder veröffentlicht werden, unter der Bedingung, dass ein Verweis auf diese Website  ( http://www.reiseradeln.de/paneuropa ) geführt wird.

Karte mit eingezeichneten Campingplätzen und der Route

Hier sind alle Campingplätze eingezeichnet, auf denen wir gezeltet haben. Zur Orientierung habe ich auch noch einmal den gesamten Track hinterlegt. Am Tag 10 haben wir leider keinen CP in der näheren Umgebung gefunden, deshalb hier der Hinweis auf das Gasthaus mit Pension.

Downloadpakete (*.zip):
(Bitte keine Direktlinks zu den Paketen verwenden,
sondern nur einen Verweis auf diese Website veröffentlichen.)

Datenformat *.gdb (Garmin MapSource)

Datenformat *.gpx

Zur Strecke:
Die Abschnitte in Frankreich führen hauptsächlich über Landstraßen (D-Straßen) und im Osten auch ab und an über gut ausgebaute Radwege. Ebenso sind wir hier einige Schotterpisten oder  vereinzelt auch Feldwege gefahren. Als Fazit kann man aber sagen, dass der Weg gut befahrbar ist.

In Deutschland fährt man häufig auf geteerten Radwegen,  es können auch mal gefestigte Waldböden  sein. Oft auch Wege die durch eine Schicht kleinen Schotter gefestigt sind, aber für schmale Reifen überhaupt nicht geeignet sind.

In Tschechien fährt man überwiegend auf eher schlechten Wegen. Von zugewachsenen Feldwegen, über ausgespülte Waldwege mit rutschigen großen Steinen, bis hin zu Schlaglochpisten und sehr schmalen Trampelpfaden. Zu empfehlen ist es vielleicht eine Strecke durch Dörfer zu wählen und somit auf halbwegs guten Straßen zu fahren. Gefährlich sind hier auch die Steigungen bei schlechten Wegen bei dennen man sich schnell verschätzen kann.

Das Höhenprofil:
Die gesamte Strecke über hatten wir fast jeden Tag mindestens eine große Steigung. Im östlichen Frankreich ging es oft weit nach oben und dann auch wieder fluchtartig nach unten. So würde ich die Tour als recht anspruchsvoll einstufen. In Deutschland hat man die Steigungen oft fahrradfreundlich abgeschwächt und so bemerkte man hier oft nur kontinuierliche Anstiege über mehrere Kilometer.
In Tschechien ist es sehr kompliziert. Zwischen Eslarn und Pilsen ist der Weg sehr schlecht und die Steigungen deswegen auch kaum auf dem Fahrrad zu schaffen da man immer damit rechnen muss auf dem Waldweg abzurutschen. Ab Pilsen wurde es etwas besser, aber auch hier hatte man mit einigen Steigungen zu kämpfen.

Tipps:
Meiner Meinung nach könnte die Reise mit einem Anhänger an einigen Engstellen sehr kompliziert werden. Man sollte darauf achten diesen auch schnell vom Fahrrad lösen zu können und manuel um diese Engstellen herumzulenken.

Die Reise mit Kindern ist in Frankreich, bei kurzen Tagesetappen in den Bergen sicherlich machbar, aber für die Kleinen auch sehr anstrengend. Die sehr großen Steigungen sind vielleicht auch mit anderen Verkehrsmitteln umfahrbar. In Deutschland sollte es hier keine Probleme geben. In Tschechien brauch man auf den schlechten Wegen wohl sehr gute Nerven, Überredungskünste und wohl auch Pflaster.

Als Fahrrad ist ein Trekkingbike gut, aber ein gefedertes Mountainbike besser. Hier sollte man eine gute Zwischenlösung finden. In Deutschland und Frankreich hatte ich mit meinem Stevens Randonneur nur Probleme mit den dünnen Reifen, ein gröberes Profil ist also für die Stabilität auch zu empfehlen. Der bewusste Leser kann sich von allein Erklären das dank der schlechten Strecke in Tschechien, ein Mountainbike sehr zu empfehlen ist.

Die Übernachtung auf Campingplätzen hat bei uns sehr gut geklappt obwohl wir ohne Navigationssystem, mit integritert Übernachtunssuche aufgeschmissen währen. Ausschilderungen gibt es wirklich nur kurz vor Campingplätzen.
Hotels und Pensionen sind sicherlich oft und ausreichend vorhanden, doch auch hier sollte man sich zeitig genug informieren.

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